• Welche Rassen können gepflegt werden?
Jeder Hund ist im Salon herzlich willkommen. Ob Mischling oder Ausstellungshund alle können profitieren. Ob es das Zurechtmachen für den Hausgebrauch oder die Hundeausstellung betrifft.

Glatthaar-, Kurzhaar-, Stockhaar-, Langhaar-, Zotthaar-, Ziegenhaar-, Rauhaar- und Kraushaar-Rassen.

• Shampoonieren - wie oft, warum und womit?
Aufgrund der Vielfalt der angebotenen Präparate zur Haut und Fellpflege sind Tierbesitzer häufig verunsichert, womit und wie oft sie ihr Tier shampoonieren dürfen. Noch immer sind einige Tierhalter der Auffassung, daß mehr als ein oder zwei Badebehandlungen pro Jahr dem Vierbeiner schaden.
Wie oft shampooniert wird, richtet sich nach mehreren Gesichtspunkten: Hunde ohne Haut- und Fellprobleme können und sollen shampooniert werden, so oft dies erforderlich ist. Beispielsweise müssen Tiere mit langem, dichtem Fell oder Tiere mit kurzen Beinen, die dem Straßenschmutz bei ungünstiger Witterung hilflos ausgeliefert sind, sehr häufig mittels Shampoo gereinigt werden. Auch Hunde, die sich oft in Flüssen und Seen aufhalten, deren Umweltbelastung sehr stark schwankend sein kann (sichtbar oder nicht), sollten öfter shampooniert werden. Damit dies ohne Schaden für Haare und Haut bleibt, ist es entscheidend, den Hund mit speziell für ihn konzipierten Präparaten zu shampoonieren und diese gründlich auszuspülen.
Die Haut des Hundes unterscheidet sich wesentlich von der des Menschen: Diesem Umstand muß gerade bei häufigen Badbehandlungen Rechnung getragen werden und daher ein mildes, hypoallergenes, speziell für Hunde entwickeltes Shampoo verwendet werden. Auch Babyshampoos sind nicht für die Hundehaut geeignet.

• Warum Fellpflege und nicht "die Natur wirds schon richten"?
Hunde werden großenteils in einer Umgebung gehalten, in welcher die natürliche und ursprüngliche Selbstreinigung des Fells - wie beispielsweise das Leben in freier Natur bei Wind und Wetter Tag und Nacht, Abstreifen in dichtem, hohem Gras, viel Sauerstoff, tägliche körperliche Anstrengung bei der Nahrungssuche oder als Arbeitstier - nicht mehr stattfindet. Die Fellstruktur vieler Rassen ließe dies auch nicht mehr zu. Erst durch die menschliche Auslese / Zucht entstanden Hunde und Katzen mit dem jetzigen Aussehen.
Nun gesellen sich zu diesen, eigentlich widrigen Umständen zunehmend mehr Umwelteinflüsse (Hausstaub, Wohngifte, trockene Heizungsluft, wohltemperierte Räume, belastete Seen und Flüsse, Autoabgase, etc.). Die Erfahrung zeigt, daß die Ausstrahlung eines gepflegten Hundes auf dessen menschliches Umfeld durch die lobende und anerkennende, oft sogar mehr "kuschelnde" Reaktion grundsätzlich eine positive Wirkung hat.
Ein weiterer Punkt sollte noch erwähnt werden:
Durch den Eingriff einer Kastration und den dadurch veränderten Hormonhaushalt kann es zu einer Fellveränderung/-vermehrung kommen. Auch hier muß der Mensch dann der nicht mehr vorhandenen "Natur" unter die Arme greifen.

• Was kostet eine Hunde- oder Katzenfell-Pflegebehandlung? Wie lange dauert eine solche? Kann ich dabei bleiben?
Bei dieser Frage können wir keine Pauschalangaben machen.
Folgende Faktoren sind maßgeblich:
• Fellzustand
• Pflegezustand
• Arbeits-/Zeitaufwand
• Hundegröße
• Verhalten des Tieres
• Pflegewunsch des Besitzers

Wir legen großen Wert auf eine individuelle Beratung und Behandlung bei jedem Tier und benötigen im Durchschnitt 1-3 Stunden (für Teilschnitte oder Einzelleistungen weniger). Gerne schauen wir uns unverbindlich im Salon Ihren Vierbeiner an. Vor Ort unterbreiten wir Ihnen dann gerne ein Angebot. Sie können während der Pflegebehandlung natürlich anwesend sein.

• Können Hunde auch im Winter "geschoren" werden?
Der Hund kann Winter wie Sommer - Frühjahr wie Herbst gepfleget sein und sein Aussehen ganzjährig beibehalten. Um den 4-Beiner vor Hitze, aber auch vor Kälte zu schützen, muß das Fell luftig und locker sein.
Fellpflegepausen in den Wintermonaten können im Frühjahr leicht zu Verfilzungen und daraus resultierenden Hautirritationen führen. Die Folgen sind entweder ein mühsames, zeitintensives Ausbürsten des Filzes (finanzieller Mehraufwand) oder aber das Scheren des Felles, je nach Grad der Verfilzung - bis sehr kurz.
Bei unseren Haus- und Familienhunden möchte ich noch den Bereich "wohltemperierte Wohnräume" beleuchten: den größten Teil halten sich unsere Haushunde im Haus oder in der Wohnung auf. Ein Zuviel an Fell im Winter führt hier oft zu Ruhelosigkeit (der Hund wandert von einem Ort zum anderen, hechelt vermehrt, sucht Fliesenböden auf, liegt vor Terassentüren oder im Garten).
Durch die Fellpflege im Winter kann man unseren Familienhunden das Leben mit uns in beheizten Räumen erträglicher und angenehmer machen. Außerdem wissen wir Menschen, daß "Bewegung im Freien warm hält!"